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Der Frühling ist da, und während wir die wärmeren Tage geniessen, sind Cyberkriminelle leider alles andere als im Urlaub. Gerade jetzt, im Mai 2025, sehen wir eine Welle spezifischer Bedrohungen, die auf Privatpersonen in der Schweiz abzielen. Doch keine Sorge, mit dem richtigen Wissen und ein paar einfachen Vorkehrungen können Sie sich und Ihre Daten wirksam schützen.
Die Top-Bedrohungen im Mai 2025 für Sie:
- Phishing & Smishing – Die Köder werden immer raffinierter:
- Was ist das? Betrüger versenden gefälschte E-Mails (Phishing) oder SMS-Nachrichten (Smishing), die täuschend echt aussehen. Oft geben sie sich als Ihre Bank (z.B. gefälschte Nachrichten im Namen von Swiss Bankers), ein bekanntes Unternehmen (wie FedEx oder Temu mit angeblichen Gewinnen) oder eine Behörde aus. Das Ziel: Ihre Login-Daten, Kreditkarteninformationen oder persönlichen Angaben zu stehlen.
- Aktuell im Trend: Besonders personalisierte Phishing-Mails und SMS mit angeblichen Bussgeldbescheiden oder Paketbenachrichtigungen sind im Umlauf. Auch gefälschte Virenwarnungen per E-Mail, die Sie zum Klicken auf schädliche Links verleiten sollen, nehmen zu.
- Schutz-Tipp: Klicken Sie niemals voreilig auf Links oder Anhänge in unerwarteten Nachrichten. Überprüfen Sie den Absender genau. Geben Sie persönliche Daten nur auf Webseiten ein, deren Adresse Sie selbst in den Browser getippt haben und die mit «https://» beginnen. Im Zweifelsfall fragen Sie direkt beim genannten Unternehmen oder der Behörde nach (nicht über die in der verdächtigen Nachricht angegebene Telefonnummer!).
- Anrufe von falschen Polizisten und anderen «Behörden»:
- Was ist das? Sie erhalten einen Anruf, oft mit einer Bandansage, von jemandem, der sich als Polizist, Zollbeamter oder Mitarbeiter einer anderen Behörde ausgibt. Es wird Druck aufgebaut – oft mit der Behauptung, es gäbe ein dringendes Problem (z.B. ein offener Haftbefehl, verdächtige Transaktionen), das nur durch sofortige Zahlung oder Preisgabe von Informationen gelöst werden könne.
- Aktuell im Trend: Diese Anrufe sind weiterhin eine der häufigsten Betrugsmaschen. Die Täter nutzen oft gefälschte Telefonnummern (Spoofing), um glaubwürdiger zu erscheinen.
- Schutz-Tipp: Echte Behörden werden Sie niemals am Telefon zu sofortigen Geldüberweisungen drängen oder nach Passwörtern fragen. Beenden Sie solche Anrufe sofort. Kontaktieren Sie im Zweifel die genannte Behörde über deren offiziell bekannte Telefonnummer.
- Betrug auf Online-Plattformen und mit Social Media Accounts:
- Was ist das? Ob auf Kleinanzeigenportalen, bei dubiosen Investment-Angeboten (Krypto, Immobilien) oder durch gehackte Social Media Konten von Freunden – Betrüger versuchen, Ihnen Geld für nicht existente Waren, unrealistische Gewinnversprechen oder unter Vortäuschung einer Notlage von Bekannten aus der Tasche zu ziehen. Auch Dating-Betrüger, die ihre Opfer zu Fake-Ticketshops locken, sind aktiv.
- Aktuell im Trend: Gefälschte Angebote auf Kleinanzeigen und verlockende, aber unseriöse Investmentplattformen bleiben eine Gefahr. Achten Sie auch auf Nachrichten von «Freunden» in sozialen Medien, die plötzlich um Geld bitten – deren Konto könnte gehackt worden sein.
- Schutz-Tipp: Seien Sie skeptisch bei zu guten Angeboten. Nutzen Sie sichere Zahlungsmethoden und kaufen/investieren Sie nur bei etablierten, vertrauenswürdigen Anbietern. Überprüfen Sie die Echtheit von Webseiten und Online-Shops genau. Bei Geldforderungen von Freunden über Social Media: Verifizieren Sie die Anfrage über einen anderen Kanal (z.B. Anruf).
Weitere wichtige Schutzmassnahmen:
- Starke, einzigartige Passwörter: Verwenden Sie für jeden Dienst ein anderes, komplexes Passwort. Ein Passwort-Manager hilft dabei.
- Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA): Aktivieren Sie 2FA wo immer möglich (E-Banking, soziale Medien, wichtige Online-Konten).
- Software aktuell halten: Installieren Sie Updates für Ihr Betriebssystem, Ihren Browser und Ihre Antiviren-Software umgehend.
- Vorsicht in öffentlichen WLANs: Vermeiden Sie sensible Transaktionen in ungesicherten Netzwerken.
- Regelmässige Backups: Sichern Sie Ihre wichtigen Daten extern.
Bleiben Sie wachsam und geniessen Sie den Mai sicher! Bei Verdachtsfällen können Sie sich an die Polizei oder das Nationale Zentrum für Cybersicherheit (NCSC) wenden.